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Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin

Heilerzieher


Ausbildungsberuf: Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin

Vorbemerkung
Da die Ausbildung in einzelnen Bundesländern abweicht, variiert auch die Berufsbezeichnung: Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin oder Heilerzieher / Heilerzieherin ist der selbe Beruf.

Schulische Voraussetzungen
Mittlere Reife, aber auch ein sehr guter Hauptschulabschluss.

Ausbildungsdauer
Diese Ausbildung ist durch das jeweilige Landesrecht geregelt. Die schulische Unterrichtung findet an Fachschulen, Berufsfachschulen oder Berufskollegs statt. Danach folgt ein Praktikum, dessen Dauer ebenfalls Unterschiede aufweist. Auch die Ausbildung kann unterschiedlich lang sein: in Vollzeit zwei bis drei Jahre in Teilzeit drei bis vier Jahre. Teilzeit heißt in diesem Fall, eine Weiterqualifizierung oder eine Umschulung.

Besondere Voraussetzungen
Die Arbeit mit behinderten Menschen ist oft sehr schwer. Deshalb muss man wissen, dass die psychische Belastung oft sehr groß ist. Man muss dieser Aufgabe gewachsen sein, um sie fachgerecht zu bewältigen. Auch deshalb setzt dieser Beruf eine starke Persönlichkeit voraus, die ein großes Maß an Geduld und Verständnis aufbringen muss. Kreativität und eine gewisse musische Begabung sind ebenfalls unerlässlich wie ein großes Einfühlungsvermögen, um die Bedürfnisse und das Können der Behinderten zu erkennen und richtig einzuschätzen. Deshalb ist Behinderten-Psychologie einer der wichtigsten Ausbildungsinhalte. Die Betreuung und Pflege von Behinderten ist von großer Verantwortung geprägt, deshalb muss ein großes Verantwortungsbewusstsein vorhanden sein. Die Ausbildung erfordert eine unbedingte Bereitschaft zum Lernen. Es ist keine Ausbildung, die man einfach so machen kann. Deshalb ist die Abbrecherquote auch ziemlich hoch. Wer sich jedoch mit seiner Arbeit identifizieren kann, der erfüllt eine sehr wichtige Aufgabe innerhalb unserer Gesellschaft.

Die Inhalte der theoretischen und praktischen Ausbildung
Die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger oder zur Heilerziehungspflegerin ist sehr schwer und erfordert ein intensives Lernen. Da man später überwiegend im Bereich der Behinderten-Betreuung arbeitet, ist besonders der Bereich Behindertenpädagogik, der Heilerziehungslehre und der allgemeinen Pädagogik umfassend. Weiterhin wird die theoretische und praktische Ausbildung um heilerzieherische Übungen, Psychologie, Anthropologie, Soziologie, Neurologie, Psychiatrie, Physiologie, Anatomie erweitert, aber auch um die gesamte
Gesundheits- und Krankheitslehre. Ebenfalls gehören so spezielle Ausbildungsinhalte wie musische Bildung, Musik und Rhythmik dazu. Nicht zu vergessen Sport und Verbesserungstechniken der Psycho- und Feinmotorik sowie die Spiel- und Freizeiterziehung. Werken, Gestalten, Deutsch und Informationen für notwendige Fachliteratur runden diese Ausbildung ab.

In der Zeit des Berufspraktikums werden die theoretisch erworbenen Kenntnisse in die Praxis umgesetzt und vertieft – überwiegend in Einrichtungen der Behindertenhilfe.

Tätigkeiten
Neben den oben erwähnten Aufgaben erledigen die Heilerziehungspfleger und Heilerziehungspflegerinnen alle Tätigkeiten, die die Lebensbereiche von behinderten Menschen aller Altersgruppen betreffen, also deren Pflege und Betreuung, die Einleitung und Anwendung von Maßnahmen zur individuellen Weiterentwicklung, die Erstellung von Förderplänen im praktischen, musischen und sozialen Bereich. Sie müssen spezielle therapeutische Maßnahmen vorschlagen, organisieren und natürlich unterstützen, Verhaltensauffälligkeiten beobachten, Behinderte Menschen nach ihren Möglichkeiten in ihren Lebensraum integrieren und betreuen. Wohn- und Arbeitsgruppen behinderter Menschen pflegen und betreuen. Auch Öffentlichkeitsarbeit für Anliegen der Behinderten durchzuführen gehört zu den Aufgaben der Heilerziehungspfleger und Heilerziehungspflegerinnen.

Arbeitsmöglichkeiten
In allen Einrichtungen, auch Wohnheime, zur Eingliederung und Pflege Behinderter, in Krankenhäusern sowie Vorsorge-, und Rehabilitationskliniken, in Altenpflegeheimen, aber auch in Kindergärten oder Vor- und Grundschulen und im sozialen ambulanten Dienst.

Perspektiven
Der Bedarf an Heilerziehungspflegern und Heilerziehungspflegerinnen wird nach Expertenmeinung in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Dieser Beruf ist einer der sichersten überhaupt, wenn man für ihn die entsprechende Eignung mitbringt. Durch die Nachfrage nach Fachkräften sind Heilerziehungspfleger und Heilerziehungspflegerinnen in der glücklichen Lage, ihren Arbeitsplatz noch selbst aussuchen zu können. Allerdings lässt die Bezahlung zu wünschen übrig. Sie ist mit dem Verdienst von Krankenschwestern vergleichbar. Gute Fachkräfte können bei Eignung auch zu Heimleitern aufsteigen, wobei eine Weiterqualifizierung notwendig sein kann.



 

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